Die Filmregion Tegernsee Schliersee ist Drehort des Jahres 2016

Am 13.12. überreichte Staatsministerin Ilse Aigner in der Münchner Residenz den Preis „Drehort des Jahres 2016“ an Landrat Wolfgang Rzehak stellvertretend für die Filmregion Tegernsee Schliersee.

Drehort des JahresAuf dem Foto (v.l.): Klaus Schäfer (Geschäftsführer FFF Bayern), Regisseur Marcus H. Rosenmüller, die Bürgermeister Johannes Hagn (Tegernsee) und Peter Höß (Bad Wiessee), Patrick Diel (Projektleiter Filmregion Tegernsee Schliersee), der Kreuther Bürgermeister Hosef Bierschneider, Staatsministerin Ilse Aigner, Landrat Wolfgang Rzehak und Jens Huwald (Geschäftsführer Bayern Tourismus Marketing Gmbh). Auf den Regiestühlen Harald Gmeiner (Geschäftsführer Alpenregion Tegernsee Schliersee) sowie Alexander Schmid (Geschäftsführer Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH) platz. © FFF Bayern/ Kurt Krieger

In Ihren Begrüßungsreden betonten Prof. Dr. Klaus Schaefer (Geschäftsführer FFF Bayern) und Jens Huwald (Geschäftsführer Bayern Tourismus), wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Filmindustrie und Tourismus sei. Auch Staatsministerin Ilse Aigner lobte in ihrer Ansprache die langjährige Partnerschaft von Film und Tourismus in Bayern: „Die Initiative Filmkulisse Bayern bringt Film und Tourismus zusammen und stärkt die Wirtschaft in der Region. Davon profitieren die Betriebe vor Ort und das sogar langfristig. Ein besseres Marketing als einen erfolgreichen Kinofilm kann es für Bayern gar nicht geben“. Die Ministerin fasste die Vorzüge des ausgezeichneten Drehortes mit den Worten „Die Filmregion Tegernsee Schliersee ist ein großartiger Teil Bayerns. Sie ist offen für Filmprojekte, serviceorientiert und bietet eine wunderschöne Kulisse“ zusammen.

Eine Fachjury hatte in diesem Jahr knapp 70 Drehorte in den bayerischen Regionen für die Auszeichnung zur Auswahl. Die Kriterien für die Entscheidungsfindung waren: Zugang zu Motiven, Erlangung von Drehgenehmigungen, geldwerte Vorteile, Platz, Räumlichkeiten, Locations, Dienstleister, Übernachtungsmöglichkeiten, Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz/ Bahnhof/ Flughafen, Infrastruktur, lokales Netzwerk, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, zentraler Ansprechpartner und Koordinationsstelle.

„Die Zusammenarbeit zwischen der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach und der Alpenregion Tegernsee Schliersee ist vorbildlich“, heißt es in der Begründung der Jury. „Die beiden Partner haben ein neues Label ins Leben gerufen: die Filmregion Tegernsee Schliersee“. Neben einem eigenen Logo verfüge diese Initiative über einen zentralen Ansprechpartner für Dreharbeiten und ein Portal für Filmschaffende und für Filminteressierte. Die gesamte Region sei Dreharbeiten gegenüber sehr aufgeschlossen und unterstütze sie auf notwendige Weise. Den Teams werde schnell und kompetent geholfen.

Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt ist länger tot) interpretierte die Jurybegründung, indem er sie verlas und mit Anekdoten aus seiner eigenen Erfahrung garnierte – sein Heimatort Hausham liegt in der ausgezeichneten Region und seinen Film Wer früher stirbt, ist länger tot hat er zu großen Teilen ebenfalls in dieser Region gedreht. Er lobte, dass die gesamte Region Dreharbeiten gegenüber sehr aufgeschlossen sei. „Dreharbeiten – das muss immer ein Miteinander mit den Leuten im Ort, in der Region sein“, findet Rosenmüller. Früher sei das jedoch nicht immer so einfach gewesen. Eine Begebenheit habe den Regisseur bis heute geprägt: Ein älterer Bayrischzeller hatte beim Dreh von „Wer früher stirbt ist länger tot“ eine aufwändige Szene gesprengt, weil er nicht bereit war, einige Minuten zu warten und durch das Set lief. „Jetzad nehmt’s eich ned ganz so wichtig“, habe er zum perplexen Regisseur gesagt. Dies habe Rosenmüller seither immer im Hinterkopf. „Das erdet ungemein“, findet er.

„Nicht ganz ohne Stolz muss ich aber sagen, dass ich die Entscheidung der Jury gut verstehen kann, denn bei uns gibt es nicht nur wahnsinnig viele Motive, sondern auch eine professionelle Betreuung für Filmschaffende“, betonte Landrat Rzehak, der den Preis stellvertretend entgegennahm. „Für unsere Region ist dieser Preis eine wunderbare Anerkennung unserer Arbeit – und natürlich auch eine tolle Werbung.“ Rzehak dankte Alexander Schmid, Geschäftsführer der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG), Harald Gmeiner, Geschäftsführer der Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS) und dem Projektleiter Patrick Diel, die das Potenzial der Region erkannt und auf Basis einer Bachelorarbeit Herrn Diels zum regionalwirtschaftlichen Potenzial von Film- und Fernsehproduktionen im Landkreis Miesbach die Filmregion Tegernsee Schliersee ins Leben gerufen haben.

 

Ihr Ansprechpartner:

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Patrick Diel
Projektleitung

+49 176 56905681
diel@tegernsee-schliersee.de
www.filmregion-tegernsee-schliersee.de